Defintion der Liebe - Der Versuch zu definieren

Guten Tag meine Liebe! Wie war Halloween? Hast du es gut überstanden ? - Ich hoffe, einige haben sich genauso wie ich sehr kreativ verkleidet! - Seit gestern plagt mich schon wieder ein neuer Muskelkater. - 


GOTT EINLEITUNGEN SIND HEUTE NICHT SO MEIN DING!

Deshalb lass uns so tun als hätte ich einen super tollen, übel fantastischen, mega perfekten Übergang hingelegt, der auch nach Jahren nicht zu schlagen wäre. *hust*


HALLOWEEN STAND VOR DER TÜR

und ich liebe Halloween! Ich liebe allgemein alle Feste, in denen man sich verkleiden, schminken, austoben kann. Eine Party, in der man immer überrascht wird, wie kreativ die Menschen werden können oder wie viel Mühe jeder in sein Kostüm reingesteckt hat. Es gibt natürlich auch immer einige Ausnahmen, die sich trotz der klaren Anweisung weigern ein Teil dieser unnatürlichen Welt zu werden (but shit happens). 


Meine Verkleidung war - wie die anderen fanden - "rätselhaft". Wörtlich genommen und im wahrsten Sinne des Wortes. Sie standen ungefähr sehr ratlos um mich herum und wussten nicht, was genau ich darstellen sollte. Gut, ich muss auch zugeben, dass ich mich einigermaßen nicht so deutlich geschminkt hatte, dass man meine Verkleidung gleich auf den ersten Blick erkannt hätte. Das war mir aber in dem Moment ziemlich egal, weil ich mehr Wert auf die schöne Wirkung (also ästhetik) gelegt hatte, als eine eindeutige Aussage (XD). 

 

Kurz gesagt, ich war ein Baum.

Und hey, ich muss zugeben, ich fand meine Idee überaus brilliant! (XD) Das ist doch mal eine Abwechslung von Vampiren, Werwölfen, Hexen, Joker, Batman und anderen bitchy Kostümen, die fälschlicherweise in die Schublade "Verkleidung aber doch nicht" landeten.

 

Ich hab meine Idee gefeiert und ich feiere sie immer noch XD. Falls du dir aber nun eine kleine Mini in einem Jumper vorstellst, der auch noch einige Äste blöd angesteckt kriegt, dann - nein - wirf diesen Gedanken sofort wieder aus deinem Kopf! Wir arbeiten hier sehr professionell mit Kajal und Eyeliner, auch wenn die linke Hand ein wenig zittrig ihren Weg auf meiner Haut bahnen musste hahaha. 

 

Ich war also der einzige Baum unter viel zu vielen Vampiren (die nur aus roten Lippenstift und schwarzen enganliegenden Klamotten bestanden), einem geilen NASA- Astronauten mit seinem Buddy, der EHEC - Bekämpfer (LOL), einer C. (hier bitte einfach irgendeinen Namen einfügen), die sich auch als C. "verkleidet" hat, weil - laut ihrer Aussage - das sowieso schon viel zu erschreckend wäre, und vielen Besoffenen, die sich als anständige Studenten tarnten.

Aber auch wenn wir alle so verschieden waren, wir hatten etwas gemeinsam, und zwar die Liebe.


DAS THEMA LIEBE

Genau, dies wird heute das Hauptthema dieser Geschichte sein, denn egal mit welchen Leuten ich mich unterhielt, Liebe war immer am interessantesten. Kein Wunder! Denn irgendwann wird jeder mehr oder weniger absichtlich unabsichtlich über dieses Phänomen stolpern und es entweder genießen können oder wegwerfen müssen. 


Wir unterhielten uns über geschiedene Liebe, platonische Liebe, körperliche Liebe und differenzierte Liebe. Ganz offen und ungezwungen, ehrlich und ohne Vorurteile - dieses Thema lag jedem auf dem Herzen. Und dabei gab es zwei Seiten: die verschiedenen Spezies Mädchen gegen Jungs, die gebrochenen Herzen gegen die Zerbrecher, die Unschuldigen gegen die "Nastygals" (XD mir ist kein anderes Wort dazu eingefallen hahaha) - es entstand eine rege Diskussion, wobei jeder Erfahrungen auswerfen und einfangen konnte.

Mit Alkohol lockert sich jede Zunge, auch wenn ich glaube, dass dies nicht am Alkohol, sondern an der Ausgelassenheit in der Atmosphäre, an der Ungezwungenheit im Raum lag. Die Stimmung war eben verdammt gut!


*Ich habe mir überlegt, ob ich diesen Eintrag nicht einfach in zwei Hälften teile und den Rest morgen online bringe, aber dann wollte ich den Lesefluss nicht unnötig stoppen (vorallem weil sich wenn überhaupt mal jemand den langen Beitrag durchliest haha), also ja - Tee ready and go!


Das Thema Liebe ist wie wir bestimmt alle wissen sehr komplex und jeder hat davon ein ganz anderes Bild. Ich selbst hab noch kaum Erfahrungen mit der Liebe gemacht. Da ist ein Teil von mir, der die ganze Zeit darauf hofft endlich mal dieses Gefühl miterleben zu können, mitfühlen, mitleiden, mitlieben, denn ich weiß, dass ich danach ein ganz anderer Mensch sein werde. Und diesem Menschen möchte ich als Ich gerne begegnen. Aber dann hält mich der andere Teil in mir auf und möchte nichts überstürzen. Wenn es kommt, dann kommt es und keiner wird es aufhalten können, wenn es angekommen ist. Du kannst das Schicksal nicht dazu zwingen, vorallem nicht, weil es eine reine Zeitverschwendung wäre. Die Leute, die mir schnell in die Arme fallen, würden mit mir nur ein lausiges Band verknüpfen können, das schnell und einfach zerreisen wird, weil die Bindung, die Chemie einfach noch nicht stimmt. Letzteres ist viel stärker in meiner Persönlichkeit vertreten und hilft mir dabei, mich nicht zu sehr auf dieses Thema zu versteifen. In dieser Hinsicht bin ich wohl ein pragmatischer Denker. 


ICH HABE VERSCHIEDENE TYPEN KENNENGELERNT

Dabei gab es einen, der schon zu oft abgewiesen wurde, dem alle Mädchen aber anscheinend Hoffnungen machten nur um ihn am Ende auf die Seite zu schieben. Es ist ihm viel zu viel passiert und er meinte, dass er aus diesen Erfahrungen lernen musste. Er bereute nichts. Und nichts zu bereuen ist ein verdammt großer Schritt für dein eigenes Selbstwertgefühl. Das bewundere ich an ihm. Er meinte, dass er früher viel zu sehr an seinen eigenen Fähigkeiten gezweifelt hatte. Ja, die Pubertät, das 14. Lebensjahr - eine Qual an Hormonenschwankungen und unnötigen Selbstzweifel an Unsicherheiten - er war noch nicht bereit hinter seinem Ich zu stehen und das bemerkten die Mädchen anscheinend alle. Und es war auch gut so, denn so konnte er herausfinden, was ihn die meiste Zeit gestört hatte. Seine dauernden Selbstzweifel, die ständige Angst etwas Falsches zu sagen, das ewige hin und her Überlegen - im Nachhinein war er es satt, einen Deppen aus sich selbst gemacht zu haben. Er wollte nicht mehr einsehen, warum er der Einzige war, der sich zu viele Gedanken machte. Und deshalb hat er es gelassen. Einfach von heut auf morgen, ohne wenn und aber, er zog durch worauf er Lust hatte. Er meinte zu mir, dass es anfangs komisch war. Er machte sich trotzdem noch viel zu viel Kopf, doch irgendwann gewöhnte er sich daran. Die Gewohnheit! Es lag einfach an seiner Gewohnheit, dass er die Liebe verstand. Die Gewohnheit und nichts anderes. Nicht die Menschen in seiner Umgebung, nicht sein Charakter war der Grund, sondern einfach seine Gewohnheit. Worauf hatte er Lust? Was möchte er sagen? Wenn er keinen Bock hat sich heute mit ihr zu treffen, obwohl er Interesse an ihr hat und es eine einmalige Gelegenheit wäre, muss er sich nicht zwingen. Denn wer behauptet, dass er sie nur heute treffen kann ? Genau, seine Gewohnheit, sich zu viele Gedanken zu machen. Er hat gelernt spontan zu seinen Gefühlen zu stehen. Einfach handeln, wenn er Bock hat, einfach loslegen ohne nachzudenken. Die Liebe macht nämlich keinen Sinn, sie ist nur eine Frage des Timings.


Ein anderer suchte nach der Liebe. Er dachte, dass er sie gefunden hatte, doch jedesmal wird er bitter enttäuscht. Oder jedenfalls dachte ich, dass er bitter enttäuscht wäre. Er schüttelte daraufhin aber nur seinen Kopf und meinte, dass er nicht bitter sondern einfach nur ganz normal enttäuscht war. Wenn es diesmal nicht klappte, wird es vielleicht das nächste Mal klappen. Es gab eben viele Fische im Meer. Irgendeine wird schon auftauchen und die schnappte er sich dann. Doch war es nicht mühsam sich auf viele einzulassen ? War es nicht nervig, wenn es nicht gepasst hat ? Die Mühe, die Energie, den Nerv, den er in dieses Mädchen investiert hatte, bereute er es nicht ? Er wusste daraufhin nicht genau, was er sagen sollte. Er wollte einfach mal ausprobieren. Er wusste ja noch nicht einmal selbst, was genau er suchte. Und da fand er sein Problem. Wann genau fängt die Liebe an? Wann endet sie ? Das konnte er nicht entscheiden und sie auch nicht, denn irgendwie war auch sie auf der Suche und probierte sich durch. Ich konnte seinen Ansatz nicht nachvollziehen. Er wollte handeln und ich wollte warten. Da prallten zwei verschiedene Ansichten aufeinander und beide Seiten meinten besser informiert über diese ominöse Sache zu sein, obwohl keiner es jemals gefunden hatte. Aber so war es schon immer, denn Liebe kann einfach keiner definieren.


Sie habe ich auf meinem Heimweg von der Party kennengelernt. Das war wieder eine super Erfahrung, in der mich eine Fremde ansprach um zu fragen, ob wir beide möglicherweise den gleichen Heimweg zu Fuß gehen müssen, da der letzte Bus schon längst ohne uns wegfuhr. Besser zu zweit zusammen nachhause gehen, als hintereinander zu trotten und möglicherweise bösen Fantasien zu erlegen, weil man überall eine potenzielle Gefahr sieht. Sie war erst 16 und zum ersten Mal alleine nachts unterwegs. Sehr nett und sehr offen für neue Menschen, für neue Erfahrung und für die Liebe. Sie erzählte mir, dass sie nicht verstand, warum alle ihre Freundinnen so schnell wie möglich ihren Titel als Jungfrau abgeben wollten. Die Jugend ist doch das schönste und kostbarste, was es in der Laufbahn eines Menschen gibt. Und dies einfach ohne Reue wegzuschmeißen, weil die Gesellschaft einen dazu drängt und nötigt, weil das eigene Selbstwertgefühl auf die Meinungen anderer baut, - dem wollte sie sich nicht hingeben. Ich verstand sie. Ich konnte sie sehr gut verstehen, weil genau dies auch meine Gedanken zu dem Thema waren. Aber ich möchte und werde mich bei solchen Dingen nicht einmischen. Wenn es Menschen mit Verstand gibt, kann ich nicht verstehen warum es Menschen ohne Verstand gibt (Ich glaube auch sowieso nicht, dass es solche Menschen gibt, weil sie können alle denken - nur in welche Richtung ist hier die Frage). Sie erzählte mir auch, dass sie einen Freund habe, bei dem sie denkt, dass es der Richtige wäre. Wieso dachte sie das ? Wann hat sie angefangen das zu denken ? Dachte er auch dasselbe ? Sie schüttelte den Kopf. Das habe sie ihn nie gefragt. Sie wollte es sich auch selbst nicht gestehen, doch es gab Zeiten, in denen sie seine Loyalität anzweifelte. Sie konnte ihn nicht lesen, niemand kann Menschen lesen und davor hatte sie Angst. Denn die Liebe basiert immer auf Gegenseitigkeit, doch ob sie immer da ist - dafür gibt es keine Garantie.


Was mich betrifft: Ich bin der letzte Typ, den ich in der Nacht kennenlernen durfte. Ihre Geschichte über ihre Jugendliebe stimmte mich ein wenig neidisch. Denn ich hatte nie die Gelegenheit gehabt eine süße Liebe in der Schulzeit zu erfahren. Nachts kommen einem immer komische Gedanken in den Sinn haha aber ich bin der Meinung, dass es einen Unterschied zwischen der Liebe in der Jugend und der Liebe nach der Jugend gibt. Für jeden ist der Unterschied zwar anders, aber er ist da und spürbar. 

Was mir zur Zeit an mir selbst auffiel, ist mein ständiger Wechsel an Interesse und Desinteresse an der Liebe. Das zeigt nur, wie unschlüssig ich in dieser Sache bin. Und wie ich an diesem Abend herausfand, bin ich der Feind aller Jungs, denen ich - böse wie ich bin - unnötig Hoffnungen mache (Glaub ich nicht XD) und dabei mach ich überhaupt nichts (zur meiner Verteidigung - ok "ich mache nichts" hört sich schon viel zu schuldig an LOL). Mein Problem an sich ist einfach mein fälschlich geglaubtes Interesse. Ich lerne jemand kennen, denke er wäre interessant, lerne ihn wirklich kennen und plötzlich kann ich nicht verstehen, warum ich ihn so interessant fand. Die Spannung davor, die Aufregung für ein neues Individuum - meine Erwartungen waren einfach viel zu hoch und wenn der Junge dies nicht erfüllen konnte, verschwindet mein Interesse und ich hacke das Thema non chalant ab. Sehr egoistisch, ich weiß, doch ich kann es nicht ändern. Und ich glaube auch nicht, dass es so von Vorteil wäre, diese Eigenschaft zu ändern, denn im Grunde ist es nur ein Schutzmechanismus meines Selbst vor Enttäuschungen. In dem Sinne kann ich mich nicht schnell auf enge Verbindungen einlassen. Für Freunde bin ich offen, doch die Liebe ... mit der habe ich Angst mich richtig zu konfrontieren, weil ich sie nicht kenne.

Weil ich zu hohe Erwartungen haben, weil ich nicht genau weiß, was ich suche, weil ich das Timing nicht kenne, weil die Garantie fehlt. Deshalb bleibt mir nichts anderes übrig, als mich auf andere Ziele festzulegen und es dem Lauf der Zeit zu überlassen, Wenn sie kommt, dann kommt sie, wenn nicht, dann hab ich halt Pech gehabt.


Mini.

PS: hab noch einige Zeichnungen mitgebracht - wurde auch mal Zeit haha

 

What happened ?

 

Site-Updates:

Drawings, 2 Graphics 

 

Audrey hat einen Komplex entwickelt.

 

Mini denkt nicht oft an die Liebe. Findet sie aber trotzdem schön

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Eriin (Dienstag, 10 November 2015 16:58)

    Zu Halloween hab ich crossdressing betrieben als Hexe, hat niemand gekneist, der vorteil wenn man riesige Augen hat xD

    Ich mag deine Bilder, besonders das vorletzte. Keine Ahnung es hat etwas das mich fasziniert!

  • #2

    Mia (Freitag, 13 November 2015 20:12)

    Halloween? ... Versuche ich ehrlich gesagt zu verdrängen. Aber ich bin allgemein nicht der Party-Typ! Dein Kostüm war ja mal geil xDD schade dass wir kein Bild davon zu sehen bekommen.
    Das genialste Kostüm vom dem ich mal gehört habe, war das jemand als DUSCHKABINE gegangen ist. XDDDDDD und eigentlich wars ein Doppelkostüm wär auch als Sch L ampe durchgegangen; war ja einiges los unter dem Duschvorhang OWO"

    Und das is das, womit ich Parties verbinde ... v*geln. Wie du da auf die Liebe kommst ist echt faszienierend und irgendwie goldig ♥

    Von den Bildern ist mir das 2te das liebste; hat was von Zentangle owo ~ mit ner Mischung von Horror! owo

  • #3

    Ilaine (Dienstag, 17 November 2015 23:51)

    MINI MINI! I've read it and I can feel you! Nur.. Bin ich auch unberührt geblieben, Liebe ist ein zerbrechliches DIng wie Freundschaften. Daher ist es für mich doch etwas schwierig, so was abzuschätzen. Zwischenmenschliche Beziehungen sind anstrengend und schwierig, ich hab ständig die Angst, dass etwas was man über Jahre vielleicht aufgebaut hat zusammen bricht. Ganz zu schweigen, die Liebe. Und das mit dem interessant finden und dann doch nicht, das kenne ich auch allzu gut. Ich liebe deine Beiträge so sehr QQ Ich traue mich nicht weiter zu gehen, weil ich naiv daran glauben will, dass ich eines Tages den Richtigen finde - wie ne Schnulze xDDD
    Und dann... Habe ich meine extrem fangirl Phasen, wo ich alles widme und schließlich am Ende das Interesse verliere, weil die Person unantastbar ist. Auf Stars zu stehen ist nicht easy und schon kindisch, aber das lenkt mich von der Realität ab. Diene Skizzen sind wie immer großartig. Du hast es drauf und ich freue mich, wenn du wieder einen Beitrag schreibst.

    SEE YA Ilaine

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